Motoreninstandsetzung durch Spezialisten

Probleme am Motor sind mit die häufigste Ursache für außerplanmäßige Werkstattbesuche.

Motorreparaturen sind oft aufwendig, die Fehlerursache nicht immer sofort zu lokalisieren und wird gerade wegen letzerem für den Kunden teuer. Er muss das Fahrzeug/die Maschine länger in der Werkstatt belassen, und es steht dann für die Nutzung nicht zur Verfügung.
Gerade bei älteren Fahrzeugen/Maschinen stellt sich die Frage, soll nicht doch besser etwas jüngeres angeschafft werden oder ist der Motor noch mit vertretbarem Aufwand zu reparieren. Der sogenannte "Tauschmotor" vom Werk, den oft die Vertrags- aber auch vertragsungebundene Werkstätten anbieten, übersteigt nicht selten den Wert des Fahrzeuges/der Maschine.

Also wie nun entscheiden?

Markenunabhängige Motoreninstandsetzungsbetriebe haben sich darauf spezialisiert, Probleme am Motor zu erkennen und zu beseitigen.

Was bedeutet Motoreninstandsetzung?

Bei der Konstruktion eines Motors werden vom Hersteller bereits sogenannte Reparaturstufen festgelegt. Es wird spezifiziert, in welchen Stufen verschlissene Zylinderbohrungen vergrößert oder die Zapfen einer defekten Kurbelwelle geschliffen werden können. Der Motoreninstandsetzer verfügt über die für die Einhaltung der engen Toleranzen im Bereich von 0.01 mm erforderlichen Maschinen, Ausrüstungen und Messmittel. Er ist durch langjährige Erfahrung und stetige Weiterbildung in der Lage, alle erforderlichen Maße, Toleranzen und Rauhigkeiten einzuhalten.

Neue Richtlinie VDI 4084 für aufgearbeitete Motoren erschienen

Düsseldorf -- Ziele der Aufarbeitung von Motoren sind, die vom Hersteller bei der Konstruktion des Neuteils ursprünglich spezifizierten Eigenschaften und Merkmale wie Zuverlässigkeit, Nutzungsdauer und Qualität sowie Motorkenndaten wie Leistung, Verbrauch und Abgasemissionen für weitere Motorleben wiederherzustellen. Durch eine solche Aufarbeitung ist eine energieintensive Neuproduktion vermeidbar und natürliche Ressourcen werden geschont.

Motor
 Schnittmodell von Felix Dicke, Fa. Dicke

Im Spannungsfeld zwischen der Industrie, den Reparaturbetrieben und den Endkunden ist es notwendig, den Begriff „aufgearbeiteter Motor“ eindeutig zu definieren. Hier sorgt die neue Richtlinie VDI 4084 „Aufgearbeiteter Motor“ für Abhilfe.

Oftmals verwendete Begriffe wie „Austauschmotor“, „instandgesetzter Motor“, „Tauschmotor“ oder „generalüberholter Motor“ zeigen die bisher herrschende begriffliche Unsicherheit. Die neue Richtlinie VDI 4084 spezifiziert die verschiedenen Begriffe. Mit den definierten Begriffen bildet die vorliegende Richtlinie eine Grundlage für Aufarbeitungsunternehmen. Sie soll Herstellern, Sachverständigen, Verbraucherverbänden und Juristen in Fach- und Streitfragen als Basis dienen.

Herausgeber der Richtlinie VDI 4084 "Aufgearbeiteter Motor" ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt. Die Richtlinie ist als Entwurf ab sofort in deutscher Fassung zum Preis von EUR 51,60 beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 30 2601-2260) erhältlich. Onlinebestellungen sind möglich unter vdi.de oder beuth.de.